Der 12. Tag beginnt um 5:30 Uhr. Es ist Sonntag und wir lassen uns ein Taxi zum Mac Carren Airport rufen. Bei Alamo bekommen wir für 160$ zusätzlich ein Upgrade zum Ford Mustang Cabrio. Eine Schönheit in Anthrazit. Zurück im Flamingo verladen wir unsere Koffer, checken aus und starten unseren Roadtrip zum Anthelope Canyon bei Page mit einem Zwischenstopp beim Hooverdam.

1. Stopp: Hoover Dam
Der Hoover Dam ist nämlich nicht nur ein beeindruckendes Meisterwerk der Ingenieurskunst, sondern markiert gleichzeitig auch die Staatsgrenze von Nevada und Arizona. Die Massen an Beton, die dort verbaut sind, sind auf jeden Fall einen Abstecher wert!

2. Stopp: Page – Antelope Canyon
Wir haben uns für den Lower Canyon entschieden. Dort soll es abgesehen vom Upper Canyon deutlich ruhiger zugehen und man kann ohne großes Gedränge die wundervollen Farben und Formen deutlich mehr genießen.

Fahrtzeit 5 Std. (davon 40 min zum Hooverdam) Bevor wir Vegas verlassen machen wir jedoch erst noch einen kleinen Stopp bei einem Supermarkt um uns mit ausreichend Wasser einzudecken. 24 Flaschen für 5 $? Deal! Genial das auch Sonntags die Läden offen haben. Habe ich schon erwähnt das ich dieses Land liebe? Ich kann es nur immer wieder sagen.

Den Hooverdam finden wir sofort. Ich bin wirklich beeindruckt was von Menschenhand alles geschaffen werden kann. Kurz vor Page befindet sich noch ein Damm … Nicht gaaaanz so groß wie der Hooverdam aber annähernd und genauso beeindruckend. Mitten im Nirgendwo ist dann der Anthelope Canyon. Ok… Mit einmal kurz verfahren finden wir dann auch den Lower Canyon und sind rechtzeitig um 15 Uhr da wo die letzte Tour für diesen Tag beginnt. Das nenne ich Timing. Unser Guide ist eine kleine, sehr dicke Indianer Frau. Sie sieht jedenfalls indianisch aus. Sie fuhrt uns an einen engen Spalt und erklärt der Gruppe von 10 Leuten ein paar Sachen über den Canyon, bis sie plötzlich sagt das wir nun hier rein gehen. Wie HIER rein? Dennis entgleist kurz das Gesicht und ich kann mir schon bildhaft vorstellen, wie er sich ausmalt, demnächst aus dem Gestein gemeißelt zu werden.

Der Spalt ist 30 cm breit.. Da pass nicht mal ich durch. Aber sie meint es tatsächlich ernst und verschwindet gekonnt in der engen Spalte. Wir trauen unseren Augen nicht, aber machen es ihr, einer nach dem anderen nach. Es ist wirklich eng und nur eine schmale Metalltreppe führt recht tief in den Canyon. Schon jetzt bekomme ich den Mund kaum noch zu. So viel Schönheit verborgen unter der Erde. Wahnsinn. Durch enge Pfade und rutschige Steine bahnen wir uns Schritt für Schritt immer tiefer in den Canyon hinein. Ich knipse ca. 400 Bilder und muss jeden Felsen anfassen. Wunderschön. Nach 1,5 h sind wir durch und an der Stelle wo der Canyon am breitesten und höchsten ist, setzt sich unser Guide hin und spielt ein Lied auf einer Flöte. Ich bekomme Gänsehaut am ganzen Körper. Alle sind wie gebannt. Diese Tour hat sich definitiv gelohnt. So toll. Zurück zum Auto geht es mit einem Buggy. Der Kerl fährt Felsen und Vorsprünge hoch, dass ich denke, Dennis schüttelt es jeden Moment aus der Karre raus. Doch er hat seinen Spaß genauso wie ich. Mit diesem guten Gefühl checken wir in unser American Best Value Inn Motel ein. Es ist nichts los hier und hier gibt es wieder frühstück und free wifi. Perfekt. Das Zimmer ist sehr sauber und geräumig mit seinen 2 Queensizebetten. Als ich mich das erste Mal auf das Bett sinken lasse, weiß ich genau: aus dieser Todesfalle kommst du nie wieder raus. Soooo weiiiiich und bequem!!! Diese Matratze.. Diese Kissen… Himmlisch. Das nehm ich mit. Wir laden die Koffer aus und essen heute beim Pizza Hut. Moaaaahhhhh was ne Pizza. Ganz anders als bei uns in Deutschland. Wie erwartet war die Pizza natürlich groß aber vor allem richtig gut.

Den Rest des Abends verbringe ich nur noch in diesem göttlichen Bett das sich wie ein Mantel aus Watte, geschmeidig um meinen Körper schmiegt. Ich MUSS es mitnehmen.

Tag 13 beginnt Tiefenentspannt. Das Bett.. Dieses Bett.. Ich brauche es. Doch darum kümmere ich mich später. Jetzt wird erst mal gefrühstückt. Ich erwarte nicht viel, da ich es ja kenne wie es vor 2 Jahren war. Die Motels bieten immer nur ein sehr madiges Breakfast an, das hauptsächlich aus lauwarmen teewasser, vertrockneten Bageln und alter Butter besteht. Doch als wir die Türe öffnen, staunen wir nicht schlecht. Es gibt Orangensaft, Cornflakes, Eier, Kaffee, Tee, Toast, Donuts, French Toast, Butter, verschiedene Marmeladen … Das nenne ich mal ein Motel. Klasse. Das kann ich absolut anstandslos weiterempfehlen. Aber zuerst muss ich schauen, wie ich dieses Bett da raus bekomme…