Die Sitze in dem Flieger sind awsome! Schön breit mit viel Beinfreiheit. Ist ja auch Economy plus. Genial. Hier hat auch endlich mal Dennis Platz und klemmt nicht drin wie ein Mammutbaum im Blumentopf.  Der Flug insgesamt ist wunderbar ruhig, keine Turbulenzen, gutes Wetter und eine tolle Aussicht. Nur nach der Landung müssen wir noch 15 Minuten im Flieger sitzen weil unser Gate belegt ist, da wir zu schnell gelandet sind.

Vegas wir kommen. Standesgemäß mit einer schwarzen Stretchlimo geht es zum Flamingo Hotel. Vor dem Hotel, eine Riesen Baustelle und Dennis Laune ist schon bei dessen Anblick im Keller. Dann noch die lange Warteschlange an den Check-In Schaltern und die Aussage, das man für das Frühstück nur 9$ pro Person zur Verfügung hat, knickt ihn letztendlich komplett.
Unser Zimmer ist im 12. Stock. Es ist riesig und wunderschön. Sehr sauber mit einem gigantischenKingsize Bett. Die komplette Fensterfront mit Aussicht auf die Baustelle und den Strip ist auch ziemlich nett. Wir ruhen uns ein wenig aus, packen unsere Koffer aus und machen uns auf den Weg die erste Hälfte in Richtung „Luxor“, den Strip zu erkunden. Die Fountain of Bellagio haben wir zwar schon von unserem Zimmer aus gesehen, aber so von nächster Nähe aus ist es nocheinmal deutlich beeindruckender.

Unglaublich wie sich Vegas in den 2 Jahren verändert hat. Ich erkenne es kaum noch wieder. Hier sind soooo viele neue Hotels und Casinos dazu gekommen, das ist unglaublich. Nachdem wir so ungefähr jedes Casino angeschaut haben, bin ich nun wirklich platt. Im Hotel angekommen falle ich ins Bett und schlafe sofort ein.

Das gemeine an so einem tollen Hotelzimmer ist, dass man da nicht mehr raus will. Wir starten unseren 9. Tag um 12:30 Uhr und begeben uns zum Frühstück. Das gibt es ja zum Glück nur bis 21 Uhr. Zwar keine belegten Brötchen mehr, aber dafür riesige Salate, Kuchen, muffins, und vieles mehr.

In unserem Hotel gibt es den bekannten Wildlife Park. Pelikane, Flamingos, Enten und gigantische Koi Krapfen tummeln sich hier zwischen Wasserfällen und Palmen. Wirklich schön gemacht. Weiter geht es auf den Strip in die andere Richtung. Diesmal bei Tag. Es hat 25 grad und in der Sonne ist die Temperatur perfekt. Wir pilgern durch den Caesars Palace zu den Forum Shops und bekommen den Mund kaum noch zu, so wahnsinnig schön und detailreich alles in den Hotels und Casinos gemacht wurde. Die Zeit fliegt und schon stehen wir vor einem Dannys zum essen. Moah, jetzt nen Prime Rib Philly melt Burger.

Als wir rauskommen ist es 18 Uhr und der Volcano vor dem Mirage bricht gerade aus. Das nenne ich ein perfektes Timing. Um 19 Uhr beginnt die Pirates of Ti Show. Die lassen wir uns natürlich nicht entgehen, wenn wir schon mal hier im Eck sind. Eine halbe Stunde vorher stellen wir uns an einen guten Platz, damit wir auch alles zu sehen bekommen. Zum Glück haben wir das gemacht, denn keine 10 ,Minuten später ist es richtig voll. Die Show kann ich nur jedem empfehlen. Sie geht 20 Minuten und ist wirklich krass. Schone weiber, muskelbepackte Männer, Feuerwerk, knallende Kanonen, schwertkampfe, untergehende Schiffe und ins Wasser hechtende Piraten. Es absolutes Muss für jeden Vegas Besucher. Gegen 20:30 Uhr sind wir wieder im Hotel und fallen erneut totmüde ins Bett.

10. Tag. Dieser beginnt entspannt. Wir liegen lange im Bett bis wir uns gemütlich an den Pool bewegen. Wir machen extra ganz gemütlich, da unser Programm heute Abend dafür wieder umso knackiger wird. In der Sonne ist es richtig warm und wir bekommen in den 2 Std sogar ein bisschen Farbe. Gegen Mittag machen wir uns auf noch ein wenig den Strip zu erkunden. Wir durchlaufen das Bellagio und stellen fest das es nichts besonderes ist. Im Gegensatz zu den anderen Hotels, hat das hier ausser Sauberkeit und der Fountain vor der Hütte, rein gar nichts zu bieten.

Wir essen gegen 16 Uhr. Wieder bei dannys. Weil’s so gut war. Zurück im Hotel machen wir uns fertig, ziehen uns um und nehmen die Monorail für 5$ p.P. Zum Stratosphere Tower. Auf dem Weg zum Tower sehen wir 3 Dodge RAM’s mit den größten Felgen, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Die Gegend hier macht mir allerdings ein wenig Angst und ich habe ein mulmiges Gefühl im Magen. Schnell auf den Tower. Wir buchen eine Besichtigung + Big Shot Ride für 23$. Es ist kaum was los und die Aussicht, die sich uns oben bietet ist absolut atemberaubend. Ich wusste ja das Vegas groß ist, aber SO groß? Wahnsinn. Bevor wir jedoch unsere Attraktion, den Bigshot fahren, schauen wir erst den anderen ein wenig dabei zu, wie sie sich die Seele aus dem Leib schreien. Insanity und x scream dauern zwar genau wie der Big Shot sehr kurz, sind dafür aber ein absoluter Thrill. Ich persönlich liebe den Freefall Tower, aber ich muss sagen, das was auf dem Tower abging, hatte ich noch nie erlebt. Es ist nochmal was ganz Anderes, wenn man sich im 107 Stock bei 350 m befindet und nochmal zusätzlich 100 m in die Höhe gerissen wird, um dann 450 m keinen Boden mehr unter den Füßen sieht. Ein Gefühl das sich nicht beschreiben lässt. Danke an den Menschen, der auf diese geniale Idee kam. Brillant!

Nach diesem berauschenden Thrill machen wir uns auf einen 5,7 km Marsch zum Rio in die Voodoo Lounge. Doch zunächst entdecken wir unterhalb des Towers einen Souvenir Shop der großer nicht sein konnte. Leider finden wir nichts brauchbares. Außerdem muss ich mein Geld ein wenig zusammenhalten, da ich es im Outlet so übertrieben habe.

Nach 4,5 km will ich nicht mehr. Meine Achillessehnen sind bis zu Faser runtergewetzt und jeder einzelne Schritt zehrt an meinen Nerven wie ein ausgehungerter Hund an einem Stück Knochen. Dann sind wir da. Aber bis wir erst diese verdammte Lounge finden, müssen wir das gesamte Hotel durchlaufen. Zum Glück sind die Hotels in Vegas ja sooo klein…
Der Eintritt in diese Bar kostet 20$ für Frauen, 30$ für Männer. Ich glaub die haben gewaltig einen am Helm. Naja, wir sind jedoch keine 5,7 km gelaufen um nun wieder zu gehen. Also zahlen wir diesen „fickt euch selber“ Preis. Die Bar ist… Ok. Keine Sitzplätze, alles spielt sich hauptsächlich draußen ab. Viel zu laute Musik, viele ältere Menschen .. Dafür eine zauberhafte Aussicht auf den Strip. Dennoch bin ich der Meinung, dass es das nicht wirklich Wert war. Immerhin spielt die Djane guten Hip Hop.

Am 11. Tag haben die Bauarbeiter auf der Baustelle gegenüber schon um 4 Uhr angefangen.. Heute ist eine gigantische Beachparty an unserem Pool. Dort wollen wir auch mal vorbei schauen. Nach unseren Monster Frühstücksbagle machen wir uns auf den Weg. Die Schlange ist ca 15 m lang und der Pool platzt aus allen Nähten. Na super. Was sollen bitte die Gäste machen, die einfach nur an Pool liegen wollen? Glücklicherweise entdecken wir noch einen Ausweichpool, wo es auch nicht so überlaufen ist. Perfekt.

Langsam macht sich wieder der Hunger breit. Heute haben wir uns gesagt das wir auf jeden Fall mal das Paradise Buffet austesten wollen. Zwar sind 26$ pro Person nicht wenig für ein Buffet, aber wir machen es trotzdem mal. Als wir zum Tisch gebracht werden, wissen wir auch gleich wieso der Preis etwas teurer ist. Das Buffet ist keines, wie unser einer es kennt. Es ist wie alles in Amerika: galaktisch groß. Allein die Salat Theke ist so groß wie ein normales Buffet, das man bei uns kennt. Es gibt von Sushi, über alle Arten und Variationen von Salat, über Hummer, asiatisch, mexikanisch, afrikanisch… Alles was man sich nur vorstellen kann. Ich weis jetzt schon das ich nachher sterben werde vor Überfressung. Ich beginne mein Dinner mit dim Sum und einem Prime eye rib Steak das so groß ist wie mein Teller. Ich schätze es auf 600 g. So.. Und jetzt mal ernsthaft.. Wer denkt, ein Filet Steak beim Maredo wäre das non plus Ultra, liegt falsch. Ich habe noch NIE.. noch NIEEE ein derartig, abartig geiles Fleisch gegessen wie dieses. Ich hätte mich reinlegen können. Drin baden. Es heiraten.. Alles. Es war als beiße man in ein weiches Stück zuckermasse das langsam auf der Zunge zergeht. Nur ohne Zucker. Ich will eigentlich auch die krebstierchen probieren, aber ich habe keine Ahnung wie ich sie essen soll. Ich lasse es, esse noch eine Hand voll shrimps, mehr dim Sum, nachos, ein chinesisches gebackenes Huhn und lasse noch ein kleinen Platz für den Nachtisch, denn der ist ebenfalls das Paradies auf Erden. Ein Schokobrunnen der so groß ist wie ich, in dem man selbst seine Früchte überziehen kann, Kekse, eine Eismaschine, Pop tarts, cupcakes, Eclairs, Törtchen, Kuchen, Cremes, Puddings, Konfekt, … Und das war nur das was ich mir merken konnte und probiert habe, denn es gab noch .1000 Sachen mehr.

Aber das Göttlichste von Allem waren diese göttergleichen Cupcakes. Ich habe keine Ahnung warum, aber DAS war mit Abstand das absolut Leckerste was ich JE in meinem Leben gegessen habe. Und ich brauch definitiv mehr davon, aber ich kann nicht mehr und wenn ich nur noch einen Bissen mehr esse sterbe ich gleich. Wir rollen aufs Zimmer und versuchen zu atmen. Mehr ist im Augenblick nicht möglich. Morgen müssen wir eh sehr früh aufstehen, denn da holen wir unseren Mietwagen. Aber Dennis will sein Glück noch unbedingt beim Roulette herausfordern. Und tatsächlich: mit einem Einsatz von 20 $ verdoppelt er seinen Gewinn und verlässt den Tisch mit 40 $. An diesem Abend packen wir unsere Koffer, denn morgen beginnt unser kleiner Road Trip.