Wir starten um 8 zum Grand Canyon. Ich fahre. Road closed. War ja klar. Wir fahren sie trotzdem.. Is ja nur ein Schild und man weis ja nie… 10 Meilen später wissen wir es und werden den ganzen Weg wieder zurück geschickt. Kost ja nix. In Deutschland hatte ich anders reagiert.. Wir fahren einen kleinen Umweg, erreichen den National Park aber nach knapp 4 Std. 26 $ pro Auto. Your Credit was declined. Kreditkarte abgelehnt… Ok.. Was da los? Wir werden doch nicht schon am Limit sein? Das kann nicht sein. Komisch. Naja, machen wir uns mal erst keinen Kopf darüber.

Den ersten Aussichtspunkt können wir direkt nach der Bezahlstation ausmachen. Ein Anblick den man nicht so schnell vergisst. Das Ausmaß des Canyons Live zu sehen ist unbegreiflich und wunderschön zugleich. Wir verharren an diesem Punkt eine Weile, erfreuen uns an einem kleinen Eichhörnchen, das uns Gesellschaft leistet, knipsen viele erste Canyon Bilder und machen uns weiter auf den Weg zum Grand Canyon Village. Vorher jedoch fahren wir noch 2 mal raus, denn die Landschaft ist einfach zu schön um sie einfach unbeachtet zu lassen. Im Village sind wir zunächst erst einmal etwas desorientiert, entschließen uns aber einfach unserem Gefühl zu folgen. Eine weise Entscheidung. Wir laufen ca 1,2 km einen Pfad direkt an der Canyon Klippe entlang und können hier und da viele tolle Aufnahmen machen.

Nicht umsonst ist der Grand Canyon eines der modernen sieben Weltwunder unserer Erde – Menschen aus aller Welt kommen in die USA gereist, um sich dieses Highlight anzugucken. Tja, was soll ich euch sagen, die Touristen irren nicht: Es ist einfach nur unglaublich, vor dem Canyon zu stehen und die von der Natur geschaffenen tiefen Schluchten zu bewundern. Ein Erlebnis, das sich kaum mit Worten oder Bildern beschreiben lässt. Ihr müsst es einfach selbst erleben und die magische Atmosphäre auf euch wirken lassen – diese überwältigende Weite, diese Freiheit und Unendlichkeit. Einfach ein unvergesslicher Moment! Von Las Vegas aus empfiehlt sich der seit 2007 in Betrieb genommene Skywalk am West Rim. Hier betretet ihr den Grand Canyon über eine Glasbodenbrücke und genießt von dort die spektakuläre Aussicht auf das Naturwunder. Das Naturspektakel erreicht ihr von Las Vegas in nur 2 Stunden, daher lohnt sich ein Tagesausflug unbedingt. Lasst euch diesen Trip auf keinen Fall nicht entgehen, wenn ihr in Sin City unterwegs seid.

Auf dem Weg zurück zum Auto steht unmittelbar, keine 7 m neben uns eine riesige Elchkuh und grast im Gestrüpp. Sie lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und nicht mal eine völlig vor Freude ausflippende Sänder, die wie behindert, knipsend um das Viech rumhüpft, stört das Tier. So genial was die Tiere hier ein Vertrauen in die Menschen haben. Um in Deutschland mal ein Reh zu sehen, muss man 7 Wochen getarnt, nach Kot und Urin riechend in einer Wiese liegen, damit einen das Ding nicht entdeckt und panisch, Haken schlagend sofort zurück in den Wald hechtet. Auf das man es nie wieder sieht.

Um 20 Uhr rum erreichen wir Kingman. Das Motel 6. Holy crap. Beim Check-in merke ich schon, dass das Zimmer nichts Gutes werden kann. Die Tante an der Rezeption ist … Sagen wir mal… Bemüht… Abgesehen von ihrem Haaransatz, der ihr inzwischen bis unters Kinn reicht, schaffte sie es gerade noch uns nen Zettel unter die Nase zu halten den wir ausfüllen sollen, unsere Kreditkarte zu belasten und uns zu sagen, das es weder Frühstück noch kostenloses WIFI gibt. Kostet nämlich 3 $ den Tag/ pro Person. Von wegen. Wie wir feststellen galt das nur bis um 0 Uhr. Klasse. Da wir extra ein Nichtraucher Zimmer bestellt hatten, freuten wir uns um so mehr beim aufsperren der Tür über den ersten Schwall kalten Rauchs, der uns ins Gesicht schlug. Das Zimmer allgemein war so unfassbar wiederlich und schmutzig, das man sich kaum getraut hat was anzufassen. Überall Pistazien schalen, staub, Dreck und eine Bettdecke, die ich nichtmal meinem Hund geben wurde. Sowas legt man ins Auto, wenn man was richtig wiederliches zu transportieren hat. Nen Kübel kotze oder ein volles Dixie Klo zum Beispiel. Aber man legt es nicht in ein Bett in dem Menschen schlafen wollen. Abgesehen davon waren die Betten derart hart, das es entspannter gewesen wäre, auf blankem beton Boden zu verweilen. Was soll ich sagen.. Das einzig Positive war, das man es heizen konnte, es über einen Kühlschrank und eine Mikrowelle verfügte. Dafür aber weder über einen Föhn, noch über WIFI oder Frühstück. Kein Komfort, keine Sauberkeit, unfreundliches Personal. Ein Raucherzimmer in dem man nach dieser Nacht alle Klamotten komplett waschen konnte, da es diesen Geruch komplett verinnerlicht hatte. Von dem Geschmack der Inneneinrichtung lasst sich streiten. Der Pool war grün… Aber immerhin hatte man für eine Nacht wenigstens ein Dach über dem Kopf. Immerhin. Aber nie wieder Motel 6!!! Abends aßen wir noch bei Denny’s einen Slamburger.

Als wir am nächsten Tag in unserem wiederlich stinkenden, schmutzigen Zimmer aufwachten, ging der erste Gang unter die Dusche. Wir checkten aus, indem wir der Putzfrau eine aus Bettlaken gebastelte Leiche hinterließen. Sofern eine Putzfrau diese Buden überhaupt von innen jemals gesehen hat. Da war unser Loch in New York tatsächlich Luxus dagegen. Für bessere Unterkünfte und andere nutzvolle Tipps, habe ich euch eine kleine Auflistung gemacht, wo ich immer alles für meine Reisen buche und bislang immer nur die besten Erfahrungen gemacht habe.