Der Flug nach Vegas dauert 5 Stunden und ist sehr angenehm da wir uns die Zeit mit 2 Filmen vertrieben. Mit American Airlines zu fliegen macht Spaß. Die Landung ist die sanfteste, die ich je erlebt habe. Ansonsten ist diese Gesellschaft allerdings mehr Abzocke als alles Andere. 5 Stunden Flug und nichts zu essen. Aber man konnte ein Sandwich für 8 $ erwerben. Das war aber auch das einzig Negative was es daran auszusetzen gab.

Las Vegas ist der Wahnsinn! Schon aus dem Flugzeug erstreckt sich eine unglaublich faszinierende Landschaft. Bevor wir uns jedoch ins Nachtleben von Las Vegas stürzen konnten,  mussten wir erst unseren Mietwagen abholen. Doch wo ging es zum Car Rental? Anstatt zu fragen rannte auch hier mein Kollege erst einmal planlos im Flughafen umher. Nur um sich anschließend doch dazu überreden zu lassen, jemanden zu fragen. Wenn ich heute zurück denke: Wir hätten uns SOOOO viel Zeit erspart, wenn wir immer gleich gefragt hätten, anstatt wertvolle Zeit mit sinnlosem umher Gesuche zu verplempern, nur um letztendlich dann doch nach dem Weg zu fragen. Egal. Die Frau am Flughafen erklärte uns, das wir in den Car Shuttle steigen mussten, der uns zu unserer Autovermietung brachte. Natürlich kostenlos. Der Vegas Flughafen ist riesig, also brauchten wir auch hier 10 min bis wir angekommen waren.

Um ans Auto zu kommen, mussten wir 1 1/2 Stunden warten um an der Reihe zu sein. Wertvolle Zeit, die uns nicht zur Verfügung stand, ging verloren. Ich wollte endlich los und war dementsprechend nervös und angespannt. Schließlich bekamen wir unseren „Kleinwagen“. Im deutschen Fachjargon bedeutet das ein Fiat Punto, der bald auseinander fliegt und mit dem man durch die Gegend eiern kann. Aber wir sind im Land wo alles riesig ist. Aus einer Reihe Mittelklasse LIMUSIENEN durften wir uns eine nagelneue Karre aussuchen. Wir entschieden uns für einen schnittigen weißen Nissan (da Death Valley noch bevorstand).

Vegas Baby!!
Endlich konnte es losgehen. Auf zur Stadt, die niemals schläft …
Als erstes durchfuhren wir den Strip mit dem Auto. Ein wenig arg viel Verkehr, aber so konnte man sich wenigstens in Ruhe umschauen. Am Besten kann man sich Vegas so vorstellen: ein Erlebnispark nach dem anderen, beleuchtet durch unzählige Lichter und alles nur VIEL größer. Schon wie am Tag zuvor in New York hätte ich auch hier am liebsten 1000 Augen gehabt um alles gleichzeitig sehen zu können. Völlig überfordert, weil ich nicht wusste wo ich zuerst hinschauen sollte, schlängelte ich mich gekonnt mit unserem hübschen Nissan durch den stockenden Verkehr zu unserem Hotel. Das lag am Ende des Strips und hieß „Palace Station“. Es war riesig! Ein wenig weit ab vom Schuss, aber es machte einen sehr guten Eindruck, war sauber, schön und mit 22 $ die Nacht unglaublich günstig.

Um unser Zimmer zu finden, mussten wir erst mal wieder ewig durch das riesige Gebäude laufen. Ich sehnte mich nach einer ausgiebigen Dusche, wie ein verloren gegangener Mensch in der Wüste sich nach Wasser sehnt. Nachdem wir uns gerichtet hatten ging es auf den Strip. Nach ca. 10 km hatten wir den Strip abgelaufen und meine Füße brachten mich erneut um den Verstand. Sie schmerzten so sehr, das ich fast kotzen musste.

Fazit: Sehenswert ist auf jeden Fall der Cesars Palace, die Venedische Stadt (Paris) und New York New York! Ich habe sogar einen Dollar in einen Einarmigen Banditen gefeuert, aber es kam nichts dabei heraus. Verständlich, es war das erste mal, dass ich so ein Ding angefasst habe. Überall hat es geblinkt und es gab Knöpfe zum drücken. Da ich aber keine Ahnung davon hatte, zog ich am Hebel und gut. Es ging auch eher darum es einmal gemacht zu haben. (Wieder ein Punkt auf der „Things I have to do before I die!“ – Liste  abgehakt.) Um den Legendären Brunnen und die kämpfenden Piraten zu sehen, waren wir allerdings zu spät dran.

Um 2 Uhr fielen wir tot ins Bett, denn man bedenke die 5 Stunden Zeitverschiebung zu New York! Wir waren nun 9 Stunden zurück im Vergleich zu Deutschland. In New York wäre es somit schon 7 Uhr morgens gewesen.

4. Tag – Den Engländer vergrab‘ ich in der Wüste!

Oh Gott, erst der 4. Tag und schon so viel erlebt! Wie gewohnt: Check out um 11 Uhr. Heute beginnt unser Roadtrip. Doch bevor wir diesen antraten, wollten wir erst einmal noch das alte Las Vegas sehen. Downtown. Gestern war das Neue dran, heute das Alte. Dort klapperten wie einige Souveniershops ab und steuerten gegen 13 Uhr einen Irish Pub an um endlich was zu frühstücken.

Ich möchte dazu sagen, das ich der ultimative Frühstücksmensch bin und SEHR, wirklich SEHR grausam werden kann, wenn ich kein Frühstück bekomme. (Merkt euch diesen Satz für später!) Leider musste ich bislang immer auf ein Frühstück verzichten. Ganz zum Leidtragen von Carl. Da ich jedoch für den gesamten Trip bis dato nur 100 $ bar zur Verfügung hatte und sonst NICHTS, wegen, sagen wir mal „der Unfähigkeit anderer“ (Ja, die Firma in der ich arbeite hat es nie geschafft das Gehalt mal pünktlich zum Monatsbeginn zu überweisen und auch jetzt waren sie schon wieder 7 Tage im Verzug!), wollte ich das ohnehin wenige Geld, das mir zur Verfügung stand, so selten wie nur möglich für Essen ausgeben. So aß nur mein Kollege etwas und ich schaute ihm dabei zu, wie er seine Essig Bratkartoffeln aß. Engländer…

Im Anschluss holte ich mir in einem Supermarkt eine Packung Toast und Marmelade aus der Tube. Praktisch! Wir deckten uns mit Unmengen Wasser für Death Valley ein (4 Gallonen – 1 Gallone = knapp 4 Liter) und machten uns auf den weg ins Tote Land. Denn ohne Wasser an einem Ort wo 62 °C im Schatten herrschen (sofern man welchen findet) ist Vergleichbar mit einem Suizid Basejump, nackt, vom Empire State Building: In beiden Fällen tödlich!