14. Tag

Aufstehen um 5:30 Uhr, frühstücken und ab zum Flughafen. Wir begeben uns in den 5 Staat. Es geht nach Indianapolis. Dort wohnen die Kollegen mit denen wir schon in Seattle unterwegs waren. Sie selbst sind eine Maschine früher geflogen und warten schon auf uns. Um 8:50 Uhr sitzen wir im Flieger.  Der Flug dauert 3 ½ Stunden, mit einem kurzen Zwischenstopp in Chicago.

Da uns 3 Stunden unserer kostbaren Zeit nun wieder genommen werden, rechne ich damit, dass wir gegen 16 oder 17 Uhr in Indianapolis ankommen müssten. Vielleicht können wir ja sogar heute noch die geplante Shoppingtour machen. Ich bin schon Feuer und Flamme! Ich hoffe nur, dass wir nicht wieder allzu viel laufen werden. Meine Füße brauchen echt langsam mal eine längere Pause als immer nur ein paar Stunden.

Die Maschine von Chicago nach Indianapolis ist winzig. Ähnlich der einer Privatjets und ich bekomme ansatzweise Schnappatmung, als ich die Rappelkiste betrete. Ein Sitz auf jeder Seite. In der Mitte ein schmaler Gang durch den man nur gebückt gehen kann. Wir werden alle sterben!

Der Flug dauerte zum Glück nicht lang und als wir heil gelandet waren, wäre ich am liebsten auf die Knie gefallen und hätte den Boden geküsst. Während wir auf unser Gepäck warteten, kam und schon die Kollegin meines Kollegen entgegen. Wir luden das Gepäck in den Wagen und machten uns auf den Weg in deren Appartement.

Dort angekommen hatten wir genug Zeit uns frisch zu machen und die weitere Planung für den Abend zu besprechen. Die Wohnung der Beiden ist ein Traum. Im 19. Stock mit einer Aussicht über die Stadt und vielen Fenstern, muss ich mit bedauern feststellen, dass ich nun noch mehr als zuvor den Drang bekomme in Amerika zu leben! Die Wohnung ist groß, hell, lichtdurchflutet und sehr geschmackvoll eingerichtet. Ich fühle mich sofort wohl.

Da wir alle seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, hatten wir natürlich Hunger. So planten die Kollegen, richtige Amerikanische Burger essen zu gehen. Ein absoluter Hochgenuss! Ich war dermaßen überfressen, dass alles zu spät war. Die Portionen waren auch wieder so unfassbar groß, aber ich konnte einfach nicht aufhören zu essen.

Wohl gesättigt wankten wir zurück zur Wohnung der Beiden, wo wir den Tag noch mit einer schönen Diashow, von Momenten, die die Beiden hier in Amerika erlebt haben, ausklingen ließen. Morgen geht es SHOPPEN!!!!!

15. Tag

Nach einem herrlichen Frühstück bei den Kollegen (danke dafür!) ging es endlich zum Shopping. Ein Outlet Center ein wenig außerhalb von Indianapolis. Hierbei handelt es sich um ein Designer Outlet. Ich habe meinen Lebtag noch nie Designermode getragen, sei es Tommy Hilfiger, oder eine Lee Jeans noch sonst was. Aus diesem Grund bin ich erst einmal ein wenig zurückhaltend und fühle mich zunächst noch ein wenig unwohl als wir den ersten Laden (Hilfiger) betreten. Als ich die Preise sehe schlägt es mich um. 9 $ für einen Hilfiger Pulli? Ich kaufe einen Pulli und eine Hose für insgesamt 29 $.

Weiter geht es zum nächsten Laden. Calvin Klein? Oh Gott! Alles sehr gradlinig und hauptsächlich Business Style aber schön. Ich finde ein wunderschönes Jeanskleid, in das ich aber mit meiner Oberweite nicht (NATÜRLICH NICHT) reinpasse. Leider war es das Einzige. Ich verlasse den Laden mit 2 Blazern und einer weißen Strickjacke und habe 120 $ ausgegeben.

Die Jungs gehen in einen Outdoorladen, wir Mädels gehen in Guess. Guess? Noch nie gehört! Der Laden trifft genau meinen Geschmack und ich könnte mich tot kaufen. Ich finde eine Jacke, ein Top, Schuhe, ein Jeanskleid, ein Pulli … begebe mich schnell zur Kasse, weil die Kollegin schon anfängt die Augen zu rollen.Ich gab dort ebenfalls 120 $ aus.

Ich hätte dort noch so gerne Schmuck, einen Geldbeutel und eine Handtasche gekauft, doch ich ließ mich drängen und es ging weiter zu Nike und Adiddas. Bei beiden kaufte ich jeweils ein paar Turnschuhe, eine Sweatjacke, ein Jäckchen, eine lange und eine kurze Trainingshose für insgesamt 160 $ kaufte.
Oh Gott.. MEHR!!!
Die nächsten Läden die wir durchkämmten sprachen mich nicht an und ich kam langsam wieder herunter. Die Kollegen trippelten, weil sie uns unbedingt Indianapolis zeigen wollten. Ich fand das das ja nicht wegrennt. Die Kollegen fragten zwar ob wir noch was schauen wollten und das alle in einem Chor mit „Nein“ gestimmt hatten, wollte ich nicht unhöflich sein und die anderen an ihrem Vorhaben hindern.

Heute beiße ich mir in den Arsch wenn ich sehe was hier eine Guess Tasche kostet. 390 €! Im Outlett hätte ich sie für 69 $ bekommen! *HEUL Ich wollte noch so vieles schauen. Koffer, Schminke, Schmuck, Taschen, Geldbeutel.. *HEUL Egal. Ein anderes Mal!

460 $ habe ich ausgegeben, ich denke das langt! (Aber trotzdem.. schließlich habe ich daraufhin extra gespart! *HEUL)

Wir luden unseren Einkauf im Appartement der Beiden ab und machten uns auf den Weg Indianapolis zu erkunden. Das interessierte mich zwar weniger aber ok, so konnte ich gleich meine neuen ULTIMATIV bequemen und weichen Turnschuhe testen. Meine Füße taten auf einmal nicht mehr weh (Oh Wunder). Was mir als erstes auffiel waren die lautstark zirpenden Zikaden die überall zu sein schienen. Sie machten einen unglaublichen Lärm und das verlieh der Stadt einen gewissen Toskana Flair. Alles in Indi ist Eben. Keine Hügel, keine Berge. Es ist sehr warm (so wie ich es mag) und die Stadt scheint alles zu beherbergen was man braucht.

Das Museum, so sagten die Kollegen, sei ganz neu und vorne dran seien 2 Skulpturen über die sie sich aufregten, da sie wohl eine beträchtliche Summe Geld gekostet haben. Tja, das ist eben KUNST, Baby! Als wir vor dem Museum stehen und ich die Skulpturen sehe, staune ich. Eine davon dieht aus, als käme sie direkt aus der Hand meines Lieblingskünstlers: Dali! Ich finde die Statue wunderschön und kann die Kollegen nur mit einem herabwürdigendem Kopfschütteln abstrafen. Kunstbanausen! Keine Ahnung mal wieder.

Indi ist wirklich ein schönes Fleckchen. Am Besten ich lasse einfach mal die Bilder für sich sprechen:
Als wir fertig mit der Tour sind beschließen wir Pizza essen zu gehen. Gute Idee! Es war (wie irgendwie jedes Essen in Amerika) mal wieder hervorragend. Anschließend gingen wir noch in eine Sportsbar in der ich mich zu TODE langweilte. Nach 3 Stunden und unendlich vielen qualvollen Minuten in denen ich sehnsüchtig auf die Uhr schaute, mit dem Hintergedanken: Wir müssen morgen um 4 Uhr aufstehen, verließen wir ENDLICH diese Bar.

Zurück im Appartement buchten wir die Tickets für den Greyhoundbus, packten unsere Rucksäcke und legten uns schlafen. Ich war genervt, da wir nur noch 3 Stunden Schlaf hatten aber was soll’s…