Auf einer Amerikanischen Straße zu fahren ist Vergleichbar mit einer Fahrt in der Bummelbahn. Es geht immer gerade aus und man hat aufgrund der geringen Geschwindigkeit die man fahren darf genug Zeit alles ganz in Ruhe betrachten zu können. Herrlich!

Nach ca. 2 Stunden Fahrt erreichen wir den Eingang des Death Valley National Parks. Die Landschaft besteht hauptsächlich aus Steinen, Sand und viel Sonne. Allerdings gibt es eine Sache am meisten: Hitze! Am Fahrbahnrand liegen in regelmäßigen Abständen zerfetzte Reifen die aussagen, dass sie der großen Hitze in Death Valley wohl nicht gewachsen sind. Das macht mich zugegebenermaßen etwas nervös.

Steigt man das erste Mal aus dem Auto, gibt es erst mal ein Brett. Mit dem Bügeleisen. Direkt ins Gesicht! Erbarmungslos. Die Luft ist so heiß, dass sich der Wind anfühlt als stünde man inmitten eines Heißluftföns. Beim Atmen tut es weh und insgesamt hat man das Gefühl einem Saunaaufguss bei 90° C beizuwohnen, während der Bademeister unentwegt das Handtuch schwingt. Kurz gesagt: Genau meine Temperatur. Glücklich hechte ich zum fotografieren von Stein zu Stein und klettere auf jeden Felsen, den ich interessant finde. Carl im Gegenzug, hechelt, stöhnt und schwitzt wie ein Elch. Verständlich, wer bei 13° C und bewölktem Himmel schon einen Sonnenbrand bekommt tut sich hier ein wenig schwer. So sind sie halt die Engländer … NUR Regen gewohnt. Ich schwor mir: Sollte mein Kollege diesmal faxen machen, vergrab ich ihn genau HIER! Er benahm sich. Schade. Wär sicher ein tolles Bild geworden.

Die Landschaft von Death Valley ist sehr spannend. Sie wechselt gefühlt im Kilometer Takt. Von totaler Wüste über Gerölllandschaften bis hin zu runzligen Canyons. Auf jeden Fall absolut sehenswert.

Gegen 18 Uhr Abends hatten wir den Park durchfahren, genossen den wunderschönen Sonnenuntergang und steuerten nun einen kleinen Ort namens Lone Pine an. Ich freue mich auf eine Dusche, denn von dem feinen Sand und dem Wind in Death Valley war ich Ganzkörperpaniert. Wir fanden ein Motel und planten den morgigen Tag, an dem es zum wunderschönen Mono Lake gehen soll.