1 Trip, 16 Tage, 6 Staaten, 35 Sehenswürdigkeiten und 560 gelaufene km…

Der Trip nach Amerika war anstrengend, nervenaufreibend, Reizüberflutend, Wunderschön und kam folgendermaßen zustande:

Geplant ist eine Route von Stuttgart nach New York, von New York nach Las Vegas, von da aus mit dem Auto per Roadtrip durch Death Valley über den Mono Lake, zum Yosemite Park bis nach San Francisco. Dort geht es wieder mit dem Flieger weiter nach Seattle, von Seattle nach Indianapolis und von dort aus mit dem Bus nach Chicago und wieder zurück nach Stuttgart. PUH, das wird was.

Wer sich jetzt fragt: BOAH, in der kurzen Zeit, so eine Route!? SICHER? .. Ja ich bin mir sicher.. und dazu muss ich leider auch noch sagen: Mehr Urlaub habe ich auch leider nicht zur Verfügung! (Ja, ich werde auf der Arbeit wie immer ausgebeutet). Für mich ist diese Reise der absolute Traum. Auch wenn es stressig wird… Ich sehe etwas von der Welt, da würde ich es selbst in kauf nehmen, wenn ich die Route abLAUFEN müsste!!!

Mein Kollege und ich schwärmten einige Monate zuvor intensiv davon, das wir beide unbedingt die Welt sehen wollen. Aber wie bei den meisten Menschen scheitert es immer an der Umsetzung. Vor allem da man es nicht alleine machen möchte. So kamen wir auf die irrsinnige Idee einfach zusammen einen Trip nach Amerika zu machen. Wir beide sind noch nie wirklich groß in der Welt herum gekommen. Amerika stand somit ganz oben auf meiner Liste. Ich bin der totale Amerika Fan. Glücklicherweise stellte sich auch noch heraus, das mein Kollege in Amerika selbst irgendwelche Studienkollegien hat, die dort wohnen. Perfekt. Denn wenn wir schon einmal so eine Reise machen, wollten wir auch so viel mitnehmen und sehen wie nur möglich ist.

So begannen wir eines Abends mit der Planung einer absolut wahnwitzigen Tour unseres Lebens…quer durch die Vereinigten Staaten.

Uns standen 16 Tage zur Verfügung und diese wollten wir auf das maximale ausnutzen um alles an den Orten sehen zu können, was es nur gab. Auf die Liste setzten wir auf jeden Fall New York – ein muss, wenn man nach Amerika fliegt. Das war mit unter auch meine einzige Bedingung an den Trip, mindestens 3 Tage New York! Dann las Vegas, natürlich… Von dort aus ist dann ein Roadtrip Richtung San Francisco geplant. Dieser soll über Death Valley, den Mono Lake, den Yosemite Park, bis ans Ziel nach San Francisco führen. Von dort aus wurde es weiter nach Seattle gehen. Dort wurden wir uns mit den Studienkollegen meines Kollegen treffen. Sie selbst waren wohl noch nie in Seattle und wollten die Stadt somit unbedingt sehen. Hm, Seattle ist zwar nicht ganz mein Wunschziel, aber wer weiß, vielleicht wird es ja auch ganz nett. Anschließend geht es nach Indianapolis, dort wo die Kollegen wohnen. Danach kommt Chicago an die Reihe und von dort aus geht es dann auch schon wieder nach Hause. Soviel zur Theorie…

Da es nicht meine Kollegen waren bei denen wir uns einnisteten und Dinge in Seattle mit ihnen taten, überließ ich meinem Kollegen die komplette Planung, mit der einzigen Bedingung: ich möchte mindestens 3 Tage New York! Mein Kollege marschierte somit tapfer ins Reisebüro um die Tante dort über unseren Trip aufzuklären. Sie buchte uns alle Inlandsflüge gleich mit und auch sogar schon den Mietwagen für unseren Roadtrip. Perfekt dachte ich! doch kaum hatte ich mich zu Ende gefreut, sprang mir auch schon die Zeitplanung der einzelnen Trips ins Auge: New York 1,5 Tage, las Vegas 1 Tag, Road Trip 6 Tage, San Francisco 1,5 Tage, Seattle 4 Tage, Indianapolis 2 Tage, Chicago 5 Std. …

Klasse!!! New York 1,5 Tage??? Ich glaub ich Spinne!!! Und dafür das scheiß Seattle, was mich sogar nicht interessiert 4 Tage?? Ich bekomme spontane Atemnot. Hatte ich nicht deutlich gesagt, meine einzige Bedingung sind min 3 Tage NY?? Ich glaub ich spinne!!!

Aber gut, Hauptsache Amerika! Am 4.08. Soll es los gehen, wir haben also noch einen guten Monat Zeit alles zu planen. Sprich: ESTA Antrag, Kreditkarte beantragen, Sehenswürdigkeiten planen und buchen usw.

1 Woche vor Abflug gab es allerdings immer noch viel zu viel was hätte geplant, organisiert und gebucht werden sollen. Es wurde zum Schluss also noch sehr hektisch, aber wir haben es geschafft! Mit dem Hintergedanken, das ich nur einen richtigen genießbaren Tag in NY hatte, musste mein Kollege dementsprechend durch partielle Aggressionsattacken darunter leiden. Ich machte ihm auch täglich klar, das wir in NY keine Minute schlafen werden um alles sehen zu können. Selbst schuld da muss er nun durch!! Aber bis zum Abflug hat er noch ein paar Tage Ruhe vor dem ultimativen Horror Trip mit Miss Aggressive… Armer Carl!