Traumland der Götter in dem 5000 Jahre alte Geschichte lebendig werden…

Endlich Urlaub. Aber wohin sollen wir nur gehen? Günstig sollte es sein und ich will warm und Strand. Einfach mal ein krasses Pendant zu unserem letzten Trip, den wir 2013 gemacht haben, wo wir so gut wie nie zur Ruhe kamen. Also suchten wir uns einen All inklusive Urlaub in Ägypten – Hurghada heraus. Gesagt getan, für grob 400 € p. P. ging es eine Woche in das nördliche Afrika.

Kaum gelandet und ausgestiegen, stürmt mich die 40° C warme „Brise“ fast aus den Flip-Flops. WOW.. wenig windig hier! Kaum hatte ich diesen Satz zu Ende gedacht, schwupps, hat der kleine Dennis schon die ersten Sandkörner im Auge und nölt rum. Klasse, fängt ja gut an. Nachdem wir unser Visa für 25 € p. P. erhalten hatten, ging es auf die Suche nach dem Hoteltransfer, der – so sagte das Reisebüro – mit dabei wäre. Das Chaos war groß, aber schlussendlich schafften es die Guides alle angekommenen Gäste in die richtigen Busse einzusortieren und es ging los zum Hotel.

Eine kurze, dafür aber sehr nervenaufreibende Fahrt bei der ich mindestens 4 Mal dachte, dass der Bus samt aller Insassen gleich kippen muss, so tief waren die Schlaglöcher durch die der Fahrer mit Schrittgeschwindigkeit hoppelte, brachte uns endlich ans ersehnte Ziel. Die Umgebung und die Landschaft insgesamt ist sehr karg und deutlich heruntergekommen. Überall stehen leere Gebäude, die teilweise ramponiert sind. Man sieht die Armut nicht nur, man spürte sie förmlich.

Als der Bus dann zum „Grand Resort“ einbiegt, ändert sich das Bild schlagartig. Der mit einem Maschinengewehr bewaffnete Pförtner öffnet uns die Schranke und vor uns zeichnet sich ein groteskes Bild einer grünen, saftigen Oase. Etwas geplättet von diesen Eindrücken und diesen zwei mehr als krassen Kontrasten, steige ich aus dem Bus und werde angewiesen unsere Koffer erst einmal stehen zu lassen um uns anzumelden. Einige deutsche Touristen wollten jedoch partout ihren Koffer nicht aus den Händen geben und es begann eine lautstarke Diskussion mit dem Hotelpersonal und keifenden, vor Wut schäumenden Hotelgästen. Uns war das zwar auch neu und wir hatten auch ein mehr als mulmiges Gefühl dabei, allerdings wollten wir einfach nur noch ins Bett da wir einen Nachtflug hatten, natürlich im Flugzeug nicht geschlafen haben und es inzwischen nun schon 4 Uhr morgens war. Also meldeten wir uns schnell an, gingen aufs Zimmer und warteten dann aber leider noch 2 Stunden auf unsere Koffer, die wir natürlich erst für ein kleines Trinkgeld ausgehändigt bekamen.

Nach 4 Stunden Schlaf, machten wir uns ein wenig frisch und erkundeten erst einmal die Hotelanlage. Sie ist ein wenig in die Jahre gekommen für ein 5-Sterne Hotel aber Alles in Allem dennoch ganz gut, was Ausstattung, Anlage, Pool … usw. betrifft. Unser Zimmer ist sauber, groß und hat sogar einen Balkon Richtung Pool. Die Anlage ist sehr sauber und wird ständig gesäubert, gepflegt und in Schuss gehalten – das sieht man. Ich komme immer noch nicht mit diesem krassen Kontrast zu „Außenwelt“ klar und ärgere mich über die Menschheit im Allgemeinen.

Um 12 Uhr mittags werden alle „Neuankömmlinge“ zusammengetrommelt für eine Besprechung. Die Anzahl der Neuen füllt einen kompletten Konferenzsaal. Wir bekommen erklärt was für Gefahren in diesem Land lauern, auf was wir zu achten haben, wenn wir Taxi fahren oder etwas kaufen wollen. Man legt uns Nahe keinen Ausflug nach Kairo zu unternehmen (Mist, und ich hatte mich so auf die Pyramiden von Gizeh gefreut…verdammten Idioten, die sich immer die Köppe einschlagen müssen!!!) da die Lage dort aktuell zu prekär sei. Andere Ausflüge seien jedoch unbedenklich und damit werden wir nun in unseren wohl verdienten Urlaub entlassen. Nichts Ahnend was uns alles noch erwarten wird.

Wir beschließen uns für den Rest des Tages am Pool einzunisten und ein wenig zu „akklimatisieren“. Mit LSF 50 eingecremt ballern wir uns für 30 Minuten in die Sonne. So der Plan. Nach 15 Minuten wird klar: Ich verschmelze langsam mit der Liege unter mir und verziehe mich hechelnd in den Schatten um ein Buch zu lesen. Abends sah ich trotz LSF 50 und trotz Schattenplatz aus wie eine krosse Krabbe.

Wie die nassen Lappen stehen wir dann Abends vor dem reichhaltigen Buffet und können kaum glauben wie viel Auswahl uns zur Verfügung steht. Draußen verhungert die Welt und hier schaufeln sich Russen die Teller voll um sie am Ende nicht mal anzurühren. Hauptsache mal ALLES auf den Teller geschaufelt. Meine dezente Aggression schaffe ich nur schwer zu unterdrücken. Das Essen war immer sehr gut und Abwechslungsreich. Allerdings sollte man in solchen Ländern alles mit Bedacht genießen. Somit verzichteten wir auf alles was nicht zu 100% gar war oder mit Wasser gewaschen wurde. Trotzdem fingen wir uns am vorletzten Tag einen Keim ein. Wir vermuten das es von dem Hähnchenfleisch im Beduinendorf kam.

Das Abendprogramm war immer sehr Abwechslungsreich. Mal gab es eine Akrobatik Show, mal einen Zauberer, mal Sänger, mal Tänzer und auch eine Kobra Show. Da ich jedoch ausgesprochen Tierlieb bin und selbst eine Schlange habe die ich über alles liebe, kam mir bei dieser Show nur die Galle hoch. Was der mit diesen Tieren gemacht hat war fernab von gut und böse! Am liebsten hätte ich ihm direkt die Zunge entfernt, und beide Arme abgeschnitten, damit er nie wieder einem Tier so etwas antun kann. Insgesamt waren es 4 wunderschöne Kobras, die er regelmäßig auf den Boden schlug wie ein nasses Handtuch. Natürlich ist so ein Tier dann benommen und macht nicht mehr viel. Das hat aber nichts mit „Schlangenbeschwörung“ zu tun, sondern nur noch mit Tierquälerei. Als er seine Show damit beendete alle 4 Schlangen mit dem Kopf in den Mund zu nehmen und sich feiern zu lassen, entfernte ich mich schäumend von der Applaudierenden Masse. Es ist unbegreiflich für mich, sollen sie doch Menschen auf den Boden klopfen bis ihnen die Augen aus den Höhlen ploppen, aber nicht solche Tiere die nicht mal wissen was gerade mit ihnen passiert. Bei einem Cocktail an der Bar beruhige ich mich und verdränge den Gedanken den „Schlangenbeschwörer“ im Pool zu ertränken.

Am nächsten Tag buchen wir über das Hotel für die kommenden Tage eine Schnorchel Tour mit wilden Delfinen und eine Quad Tour durch die Wüste.

Schnorchel Tour mit Delfinen
Mein Herz klopft schneller als wir ablegen. Der Gedanke daran heute einen wilden Delfin zu Gesicht zu bekommen macht mich ganz hibbelig. Ich freue mich immer wie ein kleines Kind, wenn ich Tiere in irgendeiner Art und Weise auf natürlichem Wege zu sehen bekomme. Bestenfalls noch vor die Linse! Das Meer ist ein Traum und schillert in den schönsten Blautönen, als wir an der Küste entlang schippern.

Umso weiter wir raus kommen, umso unruhiger wird die See und bald schaukelt das Schiff so stark, dass alle Angst haben gleich zu kentern. Nur eine steht an der Reling und schreit „HUUUUIIIIIIIII“ und wirft dabei die Arme in die Luft, während die Gischt ihr ins Gesicht klatscht. Korrekt, das bin ich. Ich liebe das Geschaukel und die stürmische See. Den Anderen geht es von Sekunde zu Sekunde sichtbar schlechter. Oh, da werden doch jetzt nicht etwa ein paar Seekrank werden wegen so ein paar kleinen Wellen? Dennis verflucht mich für meine gute Laune, denn auch ihm ist speiübel.

Plötzlich schreit eine der Mitreisenden „DELFIN!“ und tatsächlich, inmitten der Hohen Wellen zeigen sich ein paar Rückenflossen. Erst sind es 3-4, dann werden es immer mehr. Ein richtiger Schwarm! Schnell ins Wasser. Panik, jeder will der Erste sein. Ich lasse mir Zeit. Delfine sind neugierig. So schnell verschwinden die nicht. Mein Herz rast als das Schiff ankert. wir lassen uns alle ungalant ins Wasser Plumpsen und paddeln wie ertrinkende Hunde vor einander her. Ein Bild für Götter. Die Strömung ist ziemlich stark. Es zieht uns eher vom Boot weg und die raue See macht es uns nicht gerade einfach, einigermaßen Kurs zu halten.

Wir setzen uns ein wenig von der Gruppe ab. Raus aus dem strampelnden Haufen zappelnder Fische in zu wenig Wasser. Eine Weile schwimmen wir mit den Delfinen und beobachten sie. Ein unglaublich schönes Gefühl. Sie bewegen sich so schwerelos im Wasser und umtanzen einen schon fast auf neckische Art. Wir schwimmen zwischen zwei Riffen hindurch und als es dann wieder heißt: „Gruppe Schnappi zurück zum Boot“ bekommen einige Panik, als sie sehen wie weit wir inzwischen vom Boot fort getrieben wurden. Denn nun muss die Gruppe gegen die Strömung schwimmen. Für Dennis ein Kampf um Leben und Tod, für mich eher die Tatsache das ich einfach nur ein bisschen kräftiger Paddeln muss. Untergehen kann man bei dem Salzgehalt nämlich nicht wirklich. Aber Dennis war schon im „ich werde überleben“-Modus. Am Boot angekommen sehe ich die Panik in Dennis‘ Augen. Er ist drauf und dran die Oma vor ihm von der Leiter zu reißen, die nur allzu langsam daran hoch kriecht, um sein eigenes Leben zu retten.

Festen Boden unter den Füßen. Alle sind erschöpft, fertig und kreidebleich. Ich schaue amüsiert in die Runde und halte das Elend auf einem Foto fest. Einige sind nachdem sie wieder auf dem Boot ankamen sofort spucken gegangen. Der Guide verteilt Tabletten gegen Übelkeit. Dennis nimmt dankend an. Ich lache ihn aus.

Wir fahren weiter. Nach einiger Zeit beruhigt sich das Meer und wechselt die Farbe zu einem leuchtenden Türkis. Man sieht schon das prächtige Riff durchschimmern und ich kann es kaum erwarten ins Meer zu kommen. Der Anker ist schnell geworfen und ich bin sofort im Wasser. Dennis lehnt dankend ab. Er ist kreideweiß und will nichts mehr hören was mit „Schnorcheln“ oder „Meer“ zu tun hat. Ich befinde mich inmitten eines gigantischen Fischschwarms von winzigen Fischen die sich an jeder meiner Bewegung anpassen als wäre ich ein Magnet und sie der Gegenpol. Es fasziniert mich. Ich bin wie im Rausch. Komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Hier eröffnete sich mir eine völlig andere, neue, unbekannte Welt, die ich so noch nie zuvor kennengelernt habe. Das Riff ist atemberaubend und ich sehe so viele bunte Fische, Korallen, Seesterne, Gurken, Rochen, Kröten … ich weiß gar nicht wohin ich zuerst schauen soll. Völlig Reizüberflutet schmeiße ich die GoPro an um das Szenario zu filmen. Inzwischen ist der Guide mir hinterher gesprungen und nimmt mich an die Hand. Gemeinsam schnorcheln wir direkt über das Riff. Stellenweise kommen wir den Seeigeln wirklich gefährlich nahe, aber es geht. Einige Fische sind sehr neugierig und frech. Andere sind eher scheu. Der Guide zeigt mir Stellen auf die ich alleine nie geachtet hätte. So fielen mir viele Sachen auf, die mir sonst einfach flöten gegangen wären.

Zurück auf dem Boot beschließe ich: Irgendwann muss ich einen Tauchschein machen. UNBEDINGT!

Es ist Mittagszeit und wir legen an einer „Karibischen Insel“ an, auf der wir Mittagessen bekommen. Wieder eröffnet sich uns ein Anblick den man nicht so schnell vergisst. Wir essen, entspannen und fotografieren. Abends gegen 18 Uhr legen wir schließlich wieder in der Nähe unseres Hotels an. Der Ausflug war für mich persönlich ein voller Erfolg, dem ich jedem der nicht Seekrank ist nur wärmstens Empfehlen kann.

Bevor wir zu unserer Wüsten Quad Tour starten haben wir uns einen „Puffertag“ eingebaut an dem wir den Tag diesmal am Strand verbringen wollen. Einmal über die Straße gelaufen, durch das Grand Hotel durch und schon ist man am Strand. Bei 40° C klingt das einfacher als es ist. Mit Schnorchel, Flossen und Luftmatratze bewaffnet, schleppen wir uns durch die Mittagssonne. Der Strand ist nichts besonderes und so, wie man es sich bei einem Massentouristen Ferienort vorstellt: Eine Liege an der Anderen. Zudem wird die Ruhe ständig durch irgendwelche Beachboys oder Massagefrauen gestört, die einem irgendeine Tour andrehen wollen. Nach 3 Stunden beschließen wir ziemlich genervt den restlichen Tag wieder an den Pool zu liegen.

Mit Vollgas durch die Wüste
Mittags fahren wir mit dem Bus Richtung Wüste. Nachdem man unsere Köpfe in ein Tuch gewickelt und mit Schutzbrillen versehen hatte, bekam man eine kurzen Einweisung für das Gefährt und dann ging es auch schon los. Die Luft stinkt nach Benzin und der Sand, den mein Vordermann aufwirbelt, dringt in jede Ritze. Mein Motor knattert so laut, dass ich die Anweisungen von unserem Guide kaum verstehe. Ein Höllenritt über Waschbretter und Dünen! Aber egal, mit jedem Dreh am Gasgriff strömt mehr Adrenalin in meinen Körper. Ein fantastisches Gefühl. Die GoPro auf meinem Helm hält die rasante Fahrt fest.

Ab und an hebe ich meinen Blick, um mir die imposanten Wüstenformationen um mich herum anzuschauen.  Schon erstaunlich, was der Wind so alles aus Sand formen kann. Aber schon kommt das nächste Dünental und ich konzentriere mich lieber wieder auf mein Gefährt, das mich mit gefühlten 5.000 Kamelstärken Richtung Horizont trägt.

Nach ca. einer Stunde erreichen wir ein Beduinendorf. Mitten im Nirgendwo. Als ich das erste Mal von meinem Quad heruntersteige, schlottern mir die Knie. Ich schaue mich um und sehe das alle bis über beide Ohren grinsen. Es scheint nicht nur mir Spaß gemacht zu haben. Nach dem obligatorischen Tee entspannt sich mein Körper jedoch wieder merklich, und es gelingt mir endlich, die magische Atmosphäre des kleinen Örtchens mitten in der Wüste aufzusaugen. Für einen Stadtmenschen wie mich ist es ein wahres Mysterium, wie man hier leben kann. Trotzdem werde ich irgendwie ein bisschen neidisch. Wir werden durch das Dorf geführt. Als ich dann jedoch ein Fernseher erspähe verflüchtigt sich dieses Gefühl recht schnell. Von wegen „Ohne Strom und Technik“.

Den anschließenden Kamelritt habe ich dankend abgelehnt nachdem ich die entgeisterten Gesichter der Mitreisenden gesehen habe, nachdem sie von dem schaukelnden Wüstenschiff wieder abgestiegen waren. Nach einem ausgiebigen Abendessen mit anschließendem traditionellen Tanz brechen wir bei dunkelster Nacht wieder auf.

Nach der Stunde Rückfahrt, bei der wir nochmal alles aus uns und unseren Quads raus geholt haben, sind wir wieder in Hurghada angekommen. Den allabendlichen Umtrunk an der Hotelbar mit dem nicht sonderlich leckeren gepanschtem Alkohol lassen wir heute mal lieber ausfallen, meine Beine schaffen es gerade noch, mich bis zu meinem Bett zu tragen.

Wer also glaubt, dass Rotes Meer, Pyramiden und Kamele zu wenig „Kick“ bieten, dem sei im Ägyptenurlaub ein Ausritt auf dem Quad ans Herz gelegt. Jedoch „kickt“ allein schon die Atmosphäre und der allgemeine Kulturschock, der auf einem in diesem Land ungebremst einbricht. Die allgemeine Massenabfertigung bei solchen geplanten Ausflügen entspricht allerdings nicht meinem Geschmack. Ich mag es nicht wie eine Nummer behandelt zu werden. Man merkt deutlich, dass alles maximal schnell durchlaufen muss, weil in einer Stunde schon wieder die nächste große Gruppe kommt. Mir kommt es vor als stünde ich auf einem Fließband und alles ist wie eine abgestumpfte Routine.

Die mehr als aggressiven Taxifahrer sollte man auch nicht außer Acht lassen. Sie versuchen wirklich alles erdenkliche um einen Touristen zu Ködern. Wenn sie allerdings merken, das man kein Interesse hat, werden sie grob und sehr beleidigend.

Zudem ist die Mentalität in diesem Land scheinbar sehr „touchy“. Ständig wird man angefasst, umarmt, berührt, Hände geschüttelt… Nichts für mich. Ich bin ein sehr distanzierter Mensch und komme mit so einer Art der „Kommunikation“ absolut nicht zurecht. Besonders schlimm war unser Housekeeper vor dem wir regelrecht geflüchtet sind. Hat er uns erspäht, hatte er Dennis schon im Arm und nicht mehr los gelassen. Bei mir traute er sich das nur einmal. Dennis hingegen war freundlicher und wies ihn nicht wie ich darauf hin, dass er bei der nächsten Umarmung seine Zähne mit gebrochenen Fingern aufheben dürfte.

Nach einer Woche nichts Tun haben wir gemerkt, das dass nicht wirklich unser Ding ist. Uns liegt es mehr selbst zu planen, unterwegs zu sein, was zu sehen und was zu erleben, als nur am Stand zu liegen und irgendwie die Zeit versuchen tot zu schlagen (oder den Schlangenbeschwörer…). Am Flughafen ein letztes Mal bedrängt von verschiedenen Verkäufern und nach 3 Stromausfällen die den gesamten Airport lahm legten, waren wir doch froh dann endlich wieder gen Heimat fliegen zu dürfen. Wenn auch mit flauem Magen.

Mein Fazit für Hurghada:
Drinnen wird einem der Traum von 1001 Nacht vorgegaukelt und draußen ertrinken die Menschen in Müll, leben in Angst, schlagen sich gegenseitig die Köpfe ein und die Scheiben raus – machen alles kaputt, was man kaputt machen kann. Für Touristen wird alles erdenkliche getan um die Umgebung in Ordnung zu halten. Fleißige Angestellte fegen, säubern, bedienen, kehren, fischen Plastik aus dem Meer. Kein Tourist soll merken was hinter den Kulissen abgeht..

Müll wird vor der Haustür entsorgt oder in den Nil geworfen. Auf See wird der Dreck von den Booten ins Meer geworfen. Müll soweit das Auge reicht und hinter unserem Hotel sah es nicht besser aus, denn hier wohnte das Hotel Personal. Erst dachten wir das wäre eine Art „Sperrmüll“, sprich ausrangierte alte Betten, Stühle usw. die entsorgt werden. Aber weit gefehlt. Das war das zu Hause der Angestellten.

Wir hatten wirklich einen sehr tollen Urlaub mit viel Sonne, Strand und einigen tollen Abenteuern. Jeder dort gibt sich die größte Mühe und ist auch sehr freundlich. Keine Frage. Nichts desto trotz gehöre ich zu der Sorte Mensch, der diese Umstände in diesem Land nicht ausblenden kann, weswegen ich für mich persönlich beschlossen habe auch nie wieder dorthin zu gehen um Urlaub zu machen, da ich nicht gewillt bin diese Heuchelei zu unterstützen.